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„Bandbreiten für die Ewigkeit“

Aktualisiert: 16. Feb.

Vergabefreier Rahmenvertrag ermöglicht flächendeckendes WLAN für Schulzentrum in Rheinland-Pfalz


Ein infrastruktureller Meilenstein war der 16. Januar 2024 für das PAMINA-Schulzentrum in Herxheim: An diesem Tag wurde ein modernes, leistungsstarkes und flächendeckendes WLAN in Betrieb genommen. So ist das PAMINA-Schulzentrum, das mit 2000 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und Verwaltungsangestellten zu den größten Schulzentren in Rheinland-Pfalz zählt, in Bezug auf LAN und WLAN bestens aufgestellt für die Zukunft.


Ermöglicht wurde dieser Meilenstein durch den Abruf von Dienstleistungen aus dem „vergabefreien Rahmenvertrag für WLAN an Schulen in Rheinland-Pfalz“. Über diesen Rahmenvertrag können Schulträger in Rheinland-Pfalz für ihre Schulen die komplette Planung und Installation von LAN- und WLAN-Netzen durch zwei externe Unternehmen durchführen lassen – ohne dafür selbst eine europaweite Ausschreibung durchführen zu müssen. Gleichzeitig übernimmt das Land bis zu 90 % der dafür anfallenden Kosten.


„Zum Glück gibt es diesen Rahmenvertrag: Es hat alles prima geklappt - von der ersten Anfrage über die Installation bis hin zur Abnahme. Wir haben Zeit, Kosten und Arbeit gespart. Die Lieferanten arbeiteten in time und zu unserer vollen Zufriedenheit“, freut sich Diplom-Ingenieur Wolfgang Becker, der bei der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße für das Projekt WLAN am PAMINA-Schulzentrum verantwortlich ist.


So erhielt das Pamina-Schulzentrum eine neue digitale Infrastruktur aus dem Rahmenvertrag:


Ausgangssituation und Ziel


Das PAMINA-Schulzentrum besteht aus mehreren Pausenhöfen, Turnhallen und Schulgebäuden mit bis zu drei Stockwerken. Eine digitale Infrastruktur war zwar vorhanden, umfasste jedoch nur lokal vorhandene Netzwerke (im Wesentlichen die PC-Labore) und einzelne über das Schulgelände verteilte Access-Points. Ein flächendeckendes WLAN-Netz mit ausreichender Abdeckung existierte somit nicht. Wunsch und Ziel der Kreisverwaltung war ein leistungsstarkes WLAN am PAMINA-Schulzentrum, sodass digitales Lernen störungs- und unterbrechungsfrei möglich ist – in allen Schulgebäuden, Turnhallen und Pausenhöfen.


PAMINA-Schulzentrum in Herxheim



Lösung: Abruf von Leistungen aus dem vergabefreien Rahmenvertrag

Über den vergabefreien Rahmenvertrag für WLAN an Schulen in Rheinland-Pfalz konnte der Wunsch nach einem leistungsstarken WLAN-Netzwerk am PAMINA-Schulzentrum in Erfüllung gehen: Finanzielle Unterstützung erfolgte durch den Abruf von Fördermitteln aus dem Rahmenvertrag. Ebenso wurden über den Rahmenvertrag die Planung und Installation sowie der Betrieb des neuen Netzwerkes komplett an zwei externe Unternehmen ausgelagert. Gemeinsam kümmern diese sich um die Modernisierung der digitalen Infrastruktur und sind sowohl für die aktive Netzwerktechnik wie Switche und Access-Points als auch die passive Netzwerktechnik wie Netzwerkschränke und die LAN-Verkabelung verantwortlich. Denn: Ein WLAN-Netz wird nicht „modern“ durch den bloßen Austausch von veralteten Access-Points, vielmehr halten leistungsstarke Glasfaser- und Kupfer-Kabel zwischen den einzelnen Netzwerk-Komponenten ein dauerhaft stabiles und unterbrechungsfreies WLAN am Laufen.


Im Rahmenvertrag sind die Aufgaben der beiden Unternehmen, die Hand in Hand arbeiten, wie folgt definiert:

UNTERNEHMEN

AUFGABE

VERANTWORTLICH FÜR

Planung bezüglich der Verteilung, Lieferung und Installation der aktiven Netzwerktechnik vor Ort

  • WLAN-Accesspoints

  • Netzwerk-Verteiler (-> LAN-Switche)

  • Lieferung von Ballschutzkörben

  • Lieferung und Installation der passiven Verkabelung zwischen dem Netzwerk-Schrank und dem Netzwerk-Switch

NETSit GmbH

www.netsit.net

Planung, Lieferung und Installation der passiven Netzwerktechnik

  • Netzwerkkabel

  • Netzwerk-Schränke

  • Kabelkanäle

  • Montage und Anschluss der Ballschutzkörbe und WLAN-Accesspoints


Konzeption des WLAN-Netzwerkes

Gemeinsam mit dem PAMINA-Schulzentrum und Mitarbeitenden der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße für den Schulträger, den Landkreis Südliche Weinstraße, klärten NETSit GmbH und K+K Multimedia die baulichen und technischen Anforderungen und planten ein auf das Schulzentrum individuell angepasstes WLAN-Netzwerk inklusive Glasfaser-Verkabelung für Bandbreiten auf höchstem Level. Die Positionen der Access-Points wurden in die Gebäudepläne des Schulzentrums eingezeichnet. Gleichzeitig wurde die Anzahl aller benötigten Komponenten der aktiven und passiven Technik ermittelt.

PRODUKT

ANZAHL

Netzwerkdosen

600

Netzwerk-Schränke

17

Access-Points

260

Brüstungskanäle

1500 Meter

Glasfaserkabel

1800 Meter

Cat7-Duplex-Kabel

21.500 Meter Duplex-Kabel (=43 Rollen à 500 m)

Mengengerüst


Auf dieser Grundlage konnte die Planung, Lieferung und Installation der passiven Netzwerktechnik erfolgen. 



Montage und Dokumentation der Netzwerk-Infrastruktur: Besonderheiten und Herausforderungen

In enger Abstimmung mit dem Schulzentrum wurden die Details zur Montage und Installation der passiven Netzwerk-Infrastruktur in einem Besichtigungstermin vor Ort, dem Site-Survey, festgelegt: Dies umfasste den Verlauf der Kabelwege und Brüstungskanäle, bauliche Besonderheiten, Integration bestehender Netzwerkstrukturen und Netzwerkschränke, Mitwirkung durch die Schule und Abstimmung der Arbeitszeiten in der Schule.


Für die Arbeiten während des laufenden Schulbetriebs wurden vor Weihnachten 2023 gut acht Wochen benötigt. Nach Weihnachten fiel nochmals eine Woche Arbeit für kleinere Restarbeiten an vielen unterschiedlichen Stellen an.


Die Verlegung der CAT7-Kabel erfolgte am Anfang der Installation. Die durch alle Gebäude gezogenen Kabel sind das Herzstück des WLAN-Netzwerkes und verbinden über eine Gesamtstrecke von mehr als 21 Kilometer alle Netzwerk-Komponenten miteinander.


21.500 Meter Duplex-Kabel als Herzstück des WLAN-Netzwerkes


Damit die Kabel nicht sichtbar vor Wänden verlaufen, kamen 600 Meter Brüstungskanäle zum Einsatz, in die Netzwerkdosen eingebaut wurden und in denen die gezogenen Kabel versteckt liegen.


Brüstungskanäle – sauber verlegt um Ecken, mit Abzweigungen und parallel zu Paneelen.


Die 260 Access-Points wurden je nach baulicher Situation vor Ort an Wänden oder Decken montiert, an die Netzwerkdosen angeschlossen und so in das WLAN-Netzwerk integriert.


Montagepunkte der Access-Points mit Netzwerkdosen


Parallel zur Montage der Access-Points und Netzwerkdosen erfolgte eine detaillierte Dokumentation: Jede Netzwerkdose erhielt eine Kennzahl, die einem bestimmten Port im dazugehörigen Netzwerkschrank mit der gleichen Kennzahl zugeordnet ist. Über diese Netzwerk-Dokumentation kann jeder der 260 verbauten Access-Points gefunden und lokalisiert werden.



Jeder Port im Netzwerk-Schrank ist mit der gleichen Kennzahl des zugehörigen Access-Points gekennzeichnet.


Zum Schutz vor Vandalismus erhielten die Access-Points in den Außenbereichen Ballschutzkörbe. Auch in der Turnhalle kamen zertifizierte Ballschutzkörbe zum Einsatz, um die Access-Points vor Bällen und anderen Sportgeräten zu schützen.


Verschiedene Variationen von Ballschutzkörben – inklusive wasserdichtem Anschluss im Außenbereich


Das Besondere bei der Montage am PAMINA-Schulzentrum war, dass alle Arbeiten während des laufenden Schulbetriebs stattfanden. Um dies reibungslos zu gestalten, stellte die Schule den jeweils benötigten Arbeitsbereich um einen der 17 Netzwerk-Schränke frei. In dieser Zeit wurden alle dort notwendigen Installations-Arbeiten durchgeführt – auch die insgesamt 90 Kernbohrungen für die Verlegung der CAT7-Kabel. Zur Vermeidung von Beeinträchtigungen im Schulalltag wurden die Arbeiten üblicherweise ab 15 Uhr durchgeführt. Eine logistische Herausforderung stellte auch die Suche nach einem geeigneten, möglichst ebenerdig zugänglichen Lagerplatz für das angelieferte umfangreiche Material dar. In kollegialer Abstimmung mit der Schule konnten hierfür Nebenräume der angrenzenden Sporthalle genutzt werden.

 

Übergabe

Und dann war es am 16. Januar 2024 so weit: Das neue WLAN-Netz am PAMINA-Schulzentrum ging in Betrieb - mit einem Netz, das „Bandbreiten für die Ewigkeit umfasst“.

„Das PAMINA-Schulzentrum ist in Bezug auf WLAN bestens für die Zukunft aufgestellt“, freut sich der verantwortliche Ingenieur Wolfgang Becker. „Durch den Rahmenvertrag konnten wir eine komplett neue Glasfaser- und Kupferverkabelung installieren, die die Basis für ein digitales Netzwerk mit maximaler Bandbreite ist. Somit wird es auch kompatibel für aktive Netzwerk-Komponenten der Zukunft sein. Dies gelang dank der verlässlichen Arbeit der NETSit GmbH. Wir planen bereits gemeinsam mit der NETSit GmbH WLAN-Netzwerke an den nächsten kreiseigenen Schulen. So dass auch dort E-Learning in Kürze selbstverständlich sein wird.“

Wenn auch Sie und Ihre Schule berechtigt sind, Leistungen aus dem vergabefreien Rahmenvertrag abzurufen, finden Sie alle Informationen zum vergabefreien Rahmenvertrag auf folgenden Internetseiten:


  • Das Bildungsministerium stellt die wichtigsten Eckdaten zusammen: Link

  • Die NETSit GmbH als ausführendes Unternehmen beantwortet alle Fragen zum Abruf und zur Umsetzung der Leistungen: Link


Oder rufen Sie uns an. Wir unterstützen Sie auf Ihrem Weg zum WLAN!


NETSit. Kompetenz auf den Punkt.

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